Die Walpurgisnacht wird Ende April als Übergang vom Frühling zum Sommer gefeiert und symbolisierte bei den heidnischen Völkern neues Leben und Fruchtbarkeit. Sie ist nach der heiligen Walburga benannt, wird aber auch mit Hexenglauben und Frauenverfolgung assoziiert. Zehntausende Frauen, die an nichtchristlichen Festen und Bräuchen festhielten, wurden im Zuge der Hexenverfolgungen in Europa, insbesondere auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands, auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Auch andere Feste wie Weihnachten, Ostern oder Halloween gehen auf heidnische Jahreskreisfeste zurück, wurden jedoch im Zuge der Christianisierung von ihrer ursprünglichen Bedeutung entfremdet.
Bis heute zeigt sich eine Kontinuität geschlechtsspezifischer Gewalt: In Deutschland wird fast täglich eine Frau, meist durch ihren (ehemaligen) Partner, getötet. In Medien werden die Morde oft als Einzelfälle, als Familiendrama bezeichnet, losgelöst von der Geschichte.
