Am 11. März 1900 wurde die Kommunistin und NS-Widerstandskämpferin Lore Wolf im unterfränkischen Sommershausen geboren. Mit 15 Jahren organisierte Wolf sich in einer Gewerkschaft, mit 19 Jahren wurde sie Mitglied der SAJ. Zeitweise lebte sie in den USA und der Sowjetunion.
1933 kehrte Wolf nach Deutschland zurück und trat der KPD bei. Mit der Roten Hilfe baute sie ein Widerstandsnetzwerk auf, musste aber bald schon ins Exil. Dort führte sie ihren Kampf weiter und unterstütze Flüchtlinge und Mitglieder der Internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg. In Paris schloss sie sich der Resistance an. 1940 wurde sie verhaftet und zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Nach 1945 blieb sie in der KPD, später DKP, aktiv und gründete die heute noch aktive VVN-BDA mit. Als Zeitzeugin sprach sie mit Jugendlichen in Schulen, was in der antikommunistischen BRD ungern gesehen war. Freund:innen erinnern sie als heitere Frau, die bis an ihr Lebensende für eine gerechtere Welt kämpfte.

