Wie die taz berichtet (externer Link), hat sich die Anzahl von verdachtsunabbhängigen Personenkontrollen durch die Bundespolizei fast verdoppelt: 2024 soll es ca. 4,7 Millionen solcher Kontrollen gegeben haben, 2023 waren es noch 2,4 Millionen – 2022 lag man bei 2,3 Millionen. Dies geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Linken hervor.
Die meisten dieser Kontrollen fanden in Grenznähe statt, unter dem Vorwand unerlaubte Einreisen zu verhindern. Rund die Hälfte der Kontrollen, also 2,4 Millionen, passierten in der Nähe zur tschechischen Grenze. Dabei entdeckte die Bundespolizei 17.900 Menschen ohne Aufenthaltstitel – also eine "Trefferquote" von unter einem Prozent. Im Vorjahr waren es 61.400 Menschen.
In der Praxis bedeutet dies weiterhin einen polizeilichen Modus des Racial Profilings, also dass Menschen lediglich aufgrund ihrer Hautfarbe pauschal als gefährlich gesehen und kontrolliert werden.
