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Niger-Delta: Shell angeklagt

24. Februar 2025, 12:06 Uhr älter als 3 Monate
Niger-Delta: Shell angeklagt

Gemeinden aus dem Niger-Delta haben den Ölkonzern Shell vor einem Londoner Gericht verklagt. Der Ölkonzern soll sich für die durch seine marode Infrastruktur verursachten Ölverschmutzung zwischen 1989 und 2020 in der ehemaligen bitischen Kolonie Nigeria verantworten.

Shell bestreitet bisher jegliches Fehlverhalten und beteuert, dass die Verschmutzungen rein durch Sabotage und Diebstahl verursacht wurden. Die jahrelange Verzögerungstaktik des Konzerns hat mit Beginn des Zivilprozesses am 13. Februar ein Ende gefunden.

Der Öl-Gigant hat offiziell 1957 begonnen, im Niger-Delta Öl zu fördern. Im Zuge dieser Förderungen sollen bis zu 2 Millionen Tonnen die Umgebung verschmutzt und somit die durchschnittliche Lebenserwartung der Bewohner um 10 Jahre verkürzt haben.

Das Niger-Delta gilt weltweit als Symbol für Ökozid und ist bekannt für das brutale Vorgehen von Ölkonzernen gegen Menschenrechtsaktivisten, wie die Hinrichtung der später als Ogoni-Neun bekannten Umweltaktivisten 1995.

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