Entlang der innerkoreanischen Grenze nehmen die Spannungen immer weiter zu. Am Morgen sprengte die nordkoreanische Armee Straßen, die durch die sogenannte demilitarisierte Zone in die Südhälfte des Landes führen. Südkoreanische Soldaten feuerten danach Warnschüsse ab.
Die Straßen waren ungenutzt, aber von starker symbolischer Bedeutung, da sie die einzigen physischen Verbindungen zwischen den beiden Ländern darstellen.
In den letzten Monaten war es vermehrt zu Spannungen zwischen Nord- und Südkorea gekommen. Dabei hatte der Süden dem Norden vorgeworfen, Müllsäcke mit Ballons in den Süden zu schicken. Umgekehrt beschuldigte der Norden den Süden kürzlich, über Pjöngjang Propagandaflyer abgeworfen zu haben.
Die Nord- und Südhälfte der koreanischen Halbinsel befinden sich offiziell seit 1950 im Kriegszustand. Seit 1953 besteht allerdings eine Waffenruhe.
Die neuerlichen Spannungen kommen auch vor dem Hintergrund der generellen Zunahme der Spannungen in Ostasien.

