In Berlin ist der Berufungsprozess im sogenannten Neukölln-Komplex gestartet. In erster Instanz waren die zwei Neonazis aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden.
Konkret geht es in dem Verfahren um die Brandstiftung an Autos des Linken-Politikers Ferat Koçak und einem Buchhändler Anfang 2018. Allerdings sind diese Teil einer Serie von über 70 rechtsextremer Angriffe und Straftaten seit 2013.
Betroffene der Angriffe kritisieren vor Beginn des Berufungsprozesses erneut, dass nur einzelne Straftaten betrachtet würden. Die Justiz weigere sich, den kompletten Komplex und die Rolle der Sicherheitsbehörden und insbesondere des Verfassungsschutzes zu betrachten. Sie forderten erneut, dem Untersuchungsausschuss des Berliner Senats alle Akten zugänglich zu machen.
Ein entsprechender Eil-Antrag beim Verfassungsgericht ist bis jetzt unbeantwortet geblieben.
Hintergründe zum Neukölln-Komplex könnt ihr in unserem Interview mit Ferat Koçak (externer Link) nachhören.

