Am Freitagabend verhaftete die türkische Polizei weitere 29 Aktivist:innen, die sich im kurdischen Teil der Türkei an Protesten gegen den Angriff auf die demokratische Selbstverwaltung in Nordostsyrien beteiligten. Sie befanden sich in der Nähe der Stadt Suruç, etwa sieben Kilometer entfernt von der Grenze zu Syrien.
Die Aktivist:innen waren Teil der „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“, die zum Ziel erklärte, die selbstverwaltete Stadt Kobanê zu erreichen. Kobanê wird aktuell von den Kräften der syrischen Armee, verbündeten islamistischen Gruppierungen und der Türkei belagert und von der Versorgung abgeschnitten.
Bereits zwei Tage zuvor hatte die türkische Polizei 16 Personen einer europäischen Jugenddelegation verhaftet und am Freitag abgeschoben. In einer Stellungnahme berichten die Medien Druck, Perspektive Online und JugendInfo von Folter und sexualisierter Gewalt gegenüber beteiligten Journalistinnen im türkischen Abschiebegewahrsam.
