Vor 71 Jahren: Claudette Colvin widersetzt sich „Rassen“trennung im Schulbus

Bereits neun Monate vor dem von Rosa Parks initiierten „Montgomery Bus Boykott“ widersetzte sich die 15-jährige Claudette Colvin der „Rassen“trennung in den Bussen in den USA und weigerte sich, für eine weiße Frau den Platz frei zu machen. Sie wurde aus dem Schulbus geworfen und festgenommen.

Colvin war Teil einer Jugendgruppe der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP), die in der Bürgerrechtsbewegung aktiv war. Dort lernte sie auch Rosa Parks kennen.

Ab Mai 1956 sagte Colvin, mit drei weiteren Frauen, vor Gericht bezüglich des Vorfalls aus. Im Rahmen des Prozesses wurde die rassistische Trennung in Bussen bis vor den obersten Gerichtshof der USA ausgefochten. Ein Jahr später wurde sie gerichtlich gekippt. Ihr ziviler Widerstand war damit wegweisend im Kampf gegen die Rassentrennung.

Colvins Eintrag im Strafregister wurde erst 2021 nach jahrzehntelangem Kampf gelöscht. Sie starb am 13. Januar 2026.