Am 24. März 1999 startete die NATO ihren Angriff auf Jugoslawien. Zuvor war der Krieg zwischen der serbisch-jugoslawischen Regierung und der kosovo-albanischen Befreiungsarmee UÇK eskaliert.
Zwischen 1998 und 2000 wurden mehr als 10.300 Zivilistinnen getötet, darunter 8.700 Albaner:innen. Mindestens 1,2 Millionen Albaner:innen wurden aus dem Kosovo vertrieben. Bis heute kommt es zu massiven Einschränkungen der Rechte von Minderheiten in Kosovo und Serbien.
Unter dem Vorwand einer „humanitären Intervention“ handelte es sich um den ersten NATO-Angriff ohne UN-Mandat oder Bündnisfall. Deutschland beteiligte sich das erste Mal seit 1945 an einem Krieg.
Der Angriff stellte einen Präzedenzfall für weitere Interventionen dar. Die völkerrechtswidrigen Feldzüge in Afghanistan, Irak und Libyen oder auch der aktuelle Angriff der USA auf den Iran, werden bis heute auf die gleiche Art und Weise begründet, um geopolitische Interessen durchzusetzen.