In der Nacht auf den 20. März 2003 griffen die USA und Großbritannien gemeinsam den Irak an. Schon Jahre zuvor hatten US-Strategen wiederholt einen Sturz der damaligen Regierung des Irak unter Saddam Hussein und eine Neuordnung des Nahen Ostens nach US-Interessen gefordert. Spätestens im April 2002 soll der damalige US-Präsident Bush den Entschluss zu einem Angriff auf das Land gefasst haben.
In den nächsten Monaten setzte eine systematische US-Desinformationskampagne ein, die behauptete, das Land besitze Chemie- und Biowaffen und strebe den Bau von Atomwaffen an.
Bis Mai 2003 wurde das Land besetzt. Die Kämpfe töteten bis Ende des Jahres knapp 80.000 Menschen, mehr als die Hälfte davon Zivilisten. Die USA besetzten das Land bis 2011. Laut Friedensforschern forderte die Besatzung über eine Million Menschenleben. Trotz Massakern und offensichtlichen Kriegsverbrechen wurde bis heute niemand für den Krieg, der den Irak bis heute destabilisiert, zur Rechenschaft gezogen.