Am 22. Januar 1903 wurde Rüdiger im sächsischen Frankenberg geboren. Als Jugendlicher betätigte er sich in der Wandervogelbewegung, bis die Novemberrevolution 1918 und die Werke G. Landauers (externer Link) sein Interesse an der Arbeiterbewegung weckten. Noch in Chemnitz schloss er sich der Freien Arbeiter-Union Deutschland an.
In Leipzig studierte er Germanistik und gründete dabei Diskussionszirkel. Als er 1925 zum Vorsitzenden der FAUD gewählt wurde, strichen ihm seine Eltern die finanziellen Mittel, sodass er das Studium abbrechen musste. Stattdessen begann er als Autor und Herausgeber für anarchistische Zeitschriften zu schreiben.
1932 zog es ihn nach Spanien, von wo aus er seine Kontakte nach Deutschland pflegte und in der Illegalität die Exilpresse unterstützte, bis er 1939 als politisch Verfolgter nach Schweden fliehen musste. Auch nach 1945 spielte er eine wichtige Rolle (externer Link) beim Wiederaufbau anarchistischer Strukturen. Rüdiger starb 1966 auf einer Reise in Madrid.
