Die Regierungen Israels und des Libanon haben am Dienstag erstmals seit 1993 direkte Gespräche geführt. Vertreter der Regierungen trafen in Washington unter Schirmherrschaft der USA zusammen. Hintergrund der Gespräche ist die erneute israelische Invasion im Süden des Libanon.
Israel versucht schon seit längerem, die libanesische Regierung zu einer Entwaffnung der Hisbollah zu bewegen. Unter Druck der USA und Israels hatte die libanesische Regierung letzten Herbst einem Entwaffnungsplan zugestimmt. Allerdings wurde dieser bislang nicht umgesetzt.
Während die libanesische Regierung eine Waffenruhe fordert, könnte Israel Beobachter:innen zufolge (externer Link) versuchen, die libanesische Armee dazu zu bewegen, ebenfalls gegen die Hisbollah zu kämpfen. Zuvor hatte Israel offen angekündigt (externer Link), den Südlibanon zu besetzen und zu entvölkern und ähnlich wie in Gaza vorzugehen. Bei den Angriffen seit Anfang März wurden im Libanon über 2000 Menschen getötet und über 1,2 Millionen vertrieben.
