Verfahren gegen Neonazis von Combat 18 eingestellt
Am Dienstag ist die Einstellung eines Verfahrens gegen vier Mitglieder der verbotenen Organisation Combat 18 (C18) durch das Landgericht Dortmund bekannt geworden. Sie müssen stattdessen 500 Euro zahlen.
C18 ist ein internationales Netzwerk aus Neonazi-Gruppen. Unter anderem in Deutschland wurden bei Mitgliedern Waffen und Anschlagspläne gefunden. 2020 hatte das Bundesinnenministerium C18 verboten.
Den vier Männern wird vorgeworfen, als Rädelsführer C18 in Deutschland nach dem Verbot weitergeführt zu haben. Dafür sollen sie neue Mitglieder abgeworben, Konzerte organisiert und CDs sowie Kleidung verkauft haben.
Schon vor dem Verbot belegten Recherchen, dass ein globales Netzwerk aus C18-Zellen besteht. Die Verfahren gegen weiterhin aktive C18-Mitglieder in Deutschland werden jedoch getrennt behandelt. Auch die Verteidigung stellte die vier organisierten Neonazis als harmlose Freundesgruppe dar. Vor Gericht bezogen sie sich mit ihrer Kleidung auf den NSU.