Am Donnerstag haben Einsatzkräfte der US-Einwanderungsbehörde ICE in einer Hyundai und LG Fabrik in Georgia etwa 475 Menschen festgenommen. Mehr als 300 von ihnen kommen aus Südkorea. Die Razzia war die bislang größte an einem einzelnen Ort im Rahmen der rassistischen Einwanderungspolitik der neuen US-Regierung. Diese bedeutet schon jetzt eine große Veränderung für den US-Arbeitsmarkt: Die Anzahl migrantischer Arbeitskräfte ist seit Januar um 1,2 Millionen zurückgegangen.
Ein am Samstag veröffentlichtes Video zeigte ICE-Beamte, die die Arbeiter der Fabrik anwiesen, sich draußen aufzustellen. Einige wurden aufgefordert, ihre Hände gegen einen Bus zu legen, während sie durchsucht und anschließend an Händen, Knöcheln und Hüfte gefesselt wurden.
Die 300 Südkoreaner können laut der südkoreanischen Regierung in ihre Heimat zurückkehren. Erst im Juli hatte Seoul den USA Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar zugesagt, um Zollandrohungen zu entschärfen.
