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Toter Geflüchteter in JVA Würzburg

In der unterfränkischen JVA Würzburg ist am 2. März der afghanische Geflüchtete Sam S. zu Tode gekommen. Sam war in der Vergangenheit mehrfach in psychiatrischer Behandlung, dennoch haben zwei ärztliche Gutachten bei Hafteinlieferung „keinerlei Fremd- oder Eigengefährdung“ festgestellt, weshalb er nicht in einer Klinik, sondern in der JVA untergebracht wurde.

Polizei und Staatsanwaltschaft beschreiben den Fall als „Suizid“. Die Untersuchungen zum genauen Hergang dauern derzeit noch an. Der Forderung der Angehörigen, den vorläufigen Obduktionsbericht einsehen zu können, wurde bislang nicht entsprochen. Die Frau, Kinder und Eltern in Afghanistan hatten erst von Ehrenamtlichen von dem Tod erfahren. Diese sammeln als Initiative zudem aktuell Geld, um eine Rückführung von Sams Leichnam nach Afghanistan zu finanzieren.

Bereits im Jahr 2021 war ein 36-jähriger Obdachloser in Würzburg nach einer vierstündigen Haft auf dem Polizeirevier zu Tode gekommen.