Seit Jahresbeginn sind mindestens 682 Flüchtende auf dem Mittelmeer verschollen. Dies meldet die Internationale Organisation für Migration (IOM). Die Zahl könnte laut Menschenrechtsorganisationen noch deutlich höher liegen. Allein im Januar waren laut Refugees in Libya mehr als 1000 Menschen bei einem Zyklon verschollen und mutmaßlich ertrunken.
Laut der Nachrichtenagentur AP können trotz der hohen Zahlen aktuell nur wenige Fälle verifiziert werden, weil Tunesien, Italien und Malta keine Informationen mehr über Rettungen oder Havarien in ihren Gewässern veröffentlichen. Auch auf Presseanfragen von AP bezüglich der vermuteten hunderten Vermissten antworteten die Behörden nicht.
Allein in diesem Jahr zählt IOM 400 Personen, deren Schicksal sie aufgrund der Informationsblockade nicht verifizieren kann. Die ersten Monate 2026 sind schon jetzt die tödlichsten seit dem Beginn der Zählungen von IOM. 2025 waren insgesamt 2185 Menschen im Mittelmeer verschwunden.