Freitagnachmittag veröffentlichte die Hackergruppe Rhysida eine große Menge an Daten von zwei Berliner Senatsverwaltungen. Darunter befinden sich auch geheime Dokumente, etwa für Abläufe und Kommunikationswege im Falle eines Krieges.
Ebenfalls wurden viele persönliche Daten, wie Adressen, Handynummern und Passwörter, sowie sensible Informationen über kritische Infrastruktur (externer Link), öffentlich.
Der Angriff wurde bereits am 14. August bekannt. Die Hacker wollten 30 Bitcoins, was aktuell etwa zwei Millionen Euro entspricht, erpressen. Darauf ließ sich die Berliner Regierung unter Kai Wegner (externer Link) (CDU) nicht ein.
Joachim Selzer vom Chaos Computer Club (CCC) warnte, dass die persönlichen Daten für Identitätsdiebstahl genutzt werden könnten. IT-Experte Manuel kritisierte die Berliner Verwaltung scharf, sie habe "grob fahrlässig gehandelt und vorsätzlich die Geheimschutz-Vorgaben nicht eingehalten".
Aktuell gehen die Behörden davon aus, dass die Hacker nur aus finanziellen Motiven handelten.

