Tesla schmeißt Gewerkschafter raus
Im deutschen Tesla-Werk ist am Dienstag ein Gewerkschafter durch Security von einer Betriebsratssitzung abgeführt worden. Er soll die Sitzung mit seinem Laptop aufgezeichnet haben. Diesen beschlagnahmte die hinzugerufene Polizei im Anschluss.
Diese Darstellung verbreitete Werksleiter Thierig noch am Dienstag in einer Rundnachricht an alle Beschäftigten. Die IG Metall spricht von einer „ebenso dreist wie kalkulierten Lüge“ in einem „abgekartetem Spiel“, um die Gewerkschaftsarbeit zu diffamieren.
Für Anfang März sind Betriebsratswahlen in der Grünheider Fabrik angesetzt. Thierig drohte bereits, dass die Fabrik nicht weiter ausgebaut werde, wenn „die Wahl mehrheitlich Richtung IG Metall ausfällt“.
Wie weit Tesla geht, um Gewerkschaftsarbeit auszuhebeln, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Schweden. Um Forderungen durchzusetzen, hatte die Gewerkschaft Seko dort den Anschluss von Tesla-Ladestationen ans Stromnetz blockiert. Acht Säulen wurden nun batteriebetrieben eröffnet.