Die Berliner Senatsverwaltung für Gleichstellung plant, Gelder für den Gewaltschutz von Frauen zu kürzen. Pauschal sollen ab nächstem Jahr zwei Prozent der Gelder gestrichen (externer Link) werden. Dabei steigen die Zahlen patriarchaler Gewalt stetig an.
Bereits jetzt fehlen (externer Link) in Berlin etwa die Hälfte der gesetzlich geförderten Frauenhausplätze. Aktuell müssen monatlich etwa 400 Frauen abgewiesen (externer Link) werden. Gekürzt werden soll insbesondere bei Stellen und Projekten, die noch nicht begonnen hätten: so seien etwa Projekte verschoben worden, mit denen in Berlin die Istanbulkonvention zum besseren Schutz von Frauen umgesetzt werden soll.
Einige Einrichtungen berichten, (externer Link) dass diese Kürzungen für sie in der Praxis bedeuten, dass sie zehn Prozent weniger Geld zur Verfügung haben. Diese Einsparungen erfolgen, während die Ausgaben der Einrichtungen, z.B. durch steigende Mieten, sich erhöhen. Auch Projekte zu digitaler Gewalt, deren Fälle zuletzt deutlich zunahmen, werden vorerst gestoppt.
