Senat stimmt für Arbeitsreform in Argentinien

Senat stimmt für Arbeitsreform in Argentinien

Das Parlament in Argentinien hat die Arbeitsreformpläne der ultrarechten Regierung von Präsident Milei gebilligt. Offizielles Ziel der Reform ist es, die hohe informelle Arbeit in Argentinien zu senken. Allerdings kritisiert die Opposition, dass die Reform vor allem die Verhältnisse der arbeitenden Bevölkerung, massiv verschlechtern und Unternehmen entlasten würde.

Mit der Reform würden Arbeitstage von bis zu 12 Stunden erlaubt, Unternehmen müssten geringere Abfindungen und Steuern zahlen. Außerdem ist eine Einschränkung des Streikrechts vorgesehen. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss es noch in der Abgeordnetenkammer verabschiedet werden.

Während der Senatssitzung protestierten vor dem Kongress Tausende gegen die Reform. Am Rande des Protests kam es zu Straßenschlachten. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstrierende ein. Mindestens 15 Personen wurden verletzt und 31 festgenommen.