Schiedsrichter nach queerem Heiratsantrag mehrfach angegriff

Schiedsrichter nach queerem Heiratsantrag mehrfach angegriffen

Der Amateurschiedsrichter Pascal Kaiser wurde in Folge eines öffentlichen Heiratsantrags zwei mal körperlich angegriffen. Am vergangenen Freitag hatte er im Stadion des 1. FC Köln um die Hand seines Partners angehalten.

In der Nacht zum Sonntag wurde er vor seinem Haus angegriffen. Keine zwei Tage später schmissen Unbekannte Steine an seine Wohnung und attackierten ihn kurz darauf körperlich. Kaiser ordnet die Taten als Folge seines Heiratsantrags ein.

Seit seinem öffentlichem Coming-out vor vier Jahren tritt Kaiser immer wieder mit starker Kritik am DFB in Erscheinung. Dieser betreibe „Pinkwashing“, indem der Verband öffentlich vorgibt, sich für queere Menschen im Fußball einzusetzen, praktische Unterstützung aber ausbliebe. So gibt es bis heute keinen offen queeren Profispieler.

Jeder zehnte polizeilich erfasste Fall von Hasskriminalität richtet sich gegen queere Menschen. Seit 2010 haben sich entsprechende Straftaten verzehnfacht.

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