Die hindu-nationalistische BJP-Partei hat bei drei von fünf Regionalwahlen im letzten Monat gewonnen. Rund 230 Millionen Menschen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Damit stellt die Partei des Premierministers Narendra Modi 20 der 28 indischen Bundesstaaten. Nur im Süden des Landes kann sich die BJP nicht gegen Regionalparteien durchsetzen.
Der BJP-Wahlsieg in West Bengal ist besonders zentral. Hier regierte seit 2011 Ministerpräsidentin Mamata Banerjee (TMC), eine der stärksten Kritiker:innen Modis. Wegen Korruptionsvorwürfen (externer Link) verlor sie an Zustimmung.
Außerdem schloss die Wahlkommission in West Bengal 9,1 Millionen Menschen von den Wählerlisten aus, obwohl bei 2,7 Millionen (externer Link) von ihnen unklar war, ob der Ausschluss gerechtfertigt war. Die Stadtbevölkerung, Muslime und andere Minderheiten sind unverhältnismäßig stark (externer Link)von den Streichungen von den Wahllisten betroffen. Seit 2021 stuft (externer Link) das schwedische V-Dem-Institut Indien als „Wahl-Autokratie“ ein.
