Am vergangenen Freitagmorgen führte das LKA in Frankfurt eine umfassende Razzia (externer Link) in Privatwohnungen und bei Dienstellen von 17 Mitarbeitern des ersten Reviers der Frankfurter Polizei durch. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, von Februar bis April sechs Männern bei Festnahmen unberechtigt körperliche Gewalt angetan zu haben.
Die Taten wurden durch Aufnahmen von Bodycams und Überwachunskameras auf den Polizeirevieren festgehalten. In fünf Fällen haben die Polizisten ein Verfahren gegen die Betroffen selbst eröffnet, um ihr Vorgehen zu rechtfertigen.
Die Frankfurter Polizei ist in der Vergangenheit immer wieder aufgrund von rechten Chatgruppen aufgefallen. So wurde das Frankfurter SEK nach dem Bekanntwerden von rechten Chats 2021 aufgelöst. Von dem ersten Polizeirevier in Frankfurt gingen zudem die Drohschreiben des „NSU 2.0“ an zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens aus. Die Ermittlungen wurden jedoch bereits 2023 wieder eingestellt.
