Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf hat heute der Prozess im „Budapest-Komplex“ begonnen. Sechs Antifaschist:innen wird die Mitgliedschaft in einer „kriminellen Vereinigung“ vorgeworfen. Neben Körperverletzungen wird den jungen Erwachsenen „versuchter Mord“ vorgeworfen. Die inhaftierten Angeklagten wurden von 140 Besucher:innen mit Parolen empfangen.
Nach Verlesung der Anklage durch die Bundesanwaltschaft (BAW) kritisierte die Verteidigung die Behauptung, dass sich die Angeklagten im Untergrund befunden hätten. Sie hätten eine Auslieferung nach Ungarn befürchtet und seien durch die rechtswidrige Verschleppung von Maja T. in ihrer Vorsicht bestätigt worden. Auf entsprechende Angebote sei die BAW nicht eingegangen. Zudem habe der Vorwurf „versuchter Mord“ eine „eindeutig politische Dimension“. Tödliche Gewalt werde von antifaschistischen Strukturen ausgeschlossen. (externer Link)
Hintergrund sind Angriffe auf Neonazis rund um den SS-Gedenkmarsch „ (externer Link)Tag der Ehre (externer Link)“ (externer Link) in Budapest 2023.
