Proteste gegen Waffenmesse in Nürnberg

Am Samstag haben in Nürnberg mehrere Hundert Menschen gegen die Waffenmesse „Enforce Tac“ protestiert. Diese hat ihren Ursprung in den 70er Jahren und entwickelt sich seit Jahren zu einer der wichtigsten Vernetzungsplattformen für Rüstungsunternehmen, Sicherheitsbehörden, Politik und Waffenlobby.

Dies zeigt sich auch am immer größeren Umfang der Messe: Trafen im ersten Jahr der „Zeitenwende“ 2023 noch 7000 Besucher auf 30 Aussteller, so werden es dieses Jahr bereits 20.000 Besucher und 1400 Aussteller sein. Auch der Raumbedarf wächst und umfasst mittlerweile drei riesige Hallen mit über 60.000 m². Als Highlight gilt das „Tactical Village“, das zum Training der ausgestellten Waffen dient und einer arabischen Stadt im Nahen Osten ähnelt. Die Messer bezeichnet dieses als „Unique Selling Point“.

Auch für die weiteren Messetage kündigte ein Bündnis aus insgesamt 40 Gruppen aus der Region Aktionen und Proteste unter dem Motto „Enforce Tac schließen“ an.

Telegram photo
Telegram photo