Gestern früh haben Aktivist:innen das Dach der Rheinmetall-Fabrik in Berlin-Gesundbrunnen besetzt. Mit Palästina-Fahnen und roter Farbe machten sie darauf Aufmerksam, dass der Konzern plant, die Produktion von Autoteilen auf Munition umzustellen.
Die Organisation Peacefully against genocide gab an, in den letzten Wochen auch in der Nachbarschaft der Fabrik mit den Anwohnenden darüber gesprochen zu haben, dass „das Töten in ihrer Stadt vorbereitet wird“. Während Rheinmetall selbst zur Umstellung schweigt, erklärte der Verband der Metall- und Elektroindustrie Berlin, dass mit der Umstellung auf Artilleriemunition „neue Zeiten“ anbrechen würden. „Die Nachfrage ist gesichert“, so der Verband.
Die Aktivist:innen, die mit einer Leiter auf die Fabrik stiegen, riefen zum Widerstand gegen Waffenlieferungen an Israel und den Genozid in Palästina auf. Zudem laden sie zu einem Informationsvortrag im nahegelegenen Nachbarschaftszentrum am Sonntagabend ein.