Wurden im Mittleren Osten im Februar täglich noch 25,3 bis 26,1 Millionen Fässer Rohöl gefördert, kollabierte die Produktion im Zuge des Krieges um mehr als zwei Drittel der Menge. Aktuell werden 7,5 bis 9,71 Millionen Fässer gefördert, die aber große Probleme haben, auf den internationalen Markt zu kommen.
Da angebohrte Öllagerstätten nur aufwendig wieder versiegelt werden können und das erneute Anfahren der Ölförderung Wochen dauert, laufen viele Anlagen so lange, bis die Lagerkapazitäten ausgeschöpft sind. Dieser Punkt ist vielerorts bereits erreicht, weshalb die Fördermengen drastisch gedrosselt werden müssen.
Die damit verbundenen Entlassung von Arbeitern stellt für viele Länder ein gravierendes Problem da. Diese werden von den bevölkerungsschwachen Golfstaaten vor allem aus Süd- und Ostasien abgeworben. Viele kehren nun dorthin zurück. Ob diese bei Wiederanfahren der Förderung in ausreichender Zahl bereitstehen werden, ist ungewiss.
Der zum Jahresanfang von der Internationalen Energieagentur prognostizierte Überschuss von bis zu 3,7 Millionen Barrel Rohöl pro Tag wandelt sich in ein Defizit von aktuell bis zu 7 bis 10 Millionen Fass täglich.