Neue Kämpfe nach kurzer Waffenruhe im Kongo

Die am 18. Februar in Kraft getretene Waffenruhe in DR Kongo ist von der kongolesischen Regierung mit einem Drohnennschlag gebrochen worden, bei dem der M23-Sprecher und Gouverneuer von Goma, Willy Ngoma, getötet wurde.

Ein im Dezember unter US-Vermittlung geschlossenes Friedensabkommen zwischen Ruanda und der DR Kongo wurde von der M23 nicht anerkannt. Die von Ruanda unterstütze Miliz kontrolliert im Ostkongo viele Minen, in denen u.a. für die Rüstungsindustrie kritische Ressourcen abgebaut und nach Ruanda gebracht werden. So gilt Goma als wichtigste Abbaustätte für Coltan. Ruanda, das selbst kaum Bodenschätze hat, gilt als enger Handelspartner der USA und schloss 2024 mit der EU einen Rohstoffdeal ab.

Die USA wollen derweil auch zum DR Kongo die Beziehung stärken. Zuletzt Anfang Februar im Rahmen des „Critical Minerals Ministerial“ in Washington, an dem 55 Länder teilnahmen. Derzeit kontrolliert China schätzungsweise 60 % der „kritischen Mineralien“ weltweit.