Neonazi Aufmarsch in Dresden
Gestern sind etwa 1.300 Neonazis durch Dresden marschiert. Wie schon die NSDAP die Luftangriffe auf Dresden im 2. Weltkrieg propagandistisch für den Durchhaltewillen der Deutschen nutzte, knüpfen Neonazis seit den 90ern wieder genau dort an: vom 13.-15. Februar findet eines der größten faschistischen Treffen Europas statt, um den Gedenktag zu instrumentalisieren. Dafür setzen sie die Bombardierungen mit dem Holocaust gleich und relativieren die deutsche Kriegsschuld.
Bei Gegenprotesten kamen laut dem veranstaltenden Bündnis etwa 5.000 Menschen bei Demos und Sitzblockaden zusammen. Ein Großaufgebot der Polizei reagierte mit Gewalt und Festnahmen und ließ somit den rechtsextremen Aufmarsch gewähren.
Vor 81 Jahren begannen die Alliierten, Dresden als Verkehrsknotenpunkt zu bombardieren, wodurch 25.000 Menschen starben. Dadurch konnten jedoch Deportationen von Juden und Jüdinnen und Truppentransporte der Wehrmacht an die Ostfront verhindert und die Roten Armee unterstützt werden.