Die italienische Regierung ist mit einem Referendum zu einer umfassenden Justizreform gescheitert. Schon am vergangenen Sonntag stimmten 54 % der Wähler:innen gegen den geplanten Staatsumbau.
Gerade junge Menschen stimmten überwiegend gegen die Pläne. Bei dem Referendum war es jungen Menschen erschwert worden, teilzunehmen. So durften sie nur an ihrem Erstwohnsitz wählen. Oftmals ziehen sie aber zum Studieren in andere Städte.
Das verlorene Referendum ist die erste herbe Niederlage von Meloni. Sie hatte sich durch die Änderungen eine größere Kontrolle über die Justiz versprochen, die ihre Pläne immer wieder gestoppt hatte. Einen Rücktritt lehnte Meloni allerdings ab. Stattdessen trat die Tourismusministerin zurück.
In Italien wird nächstes Jahr gewählt. Bis jetzt hatte Meloni sich erneut gute Chancen ausgerechnet. Bislang war ihr rechtes Regierungsbündnis auf gutem Weg, die erste Regierung nach 1945 zu werden, die die volle Amtszeit von vier Jahren durchhält.