In al-Fashir sollen bis zum Donnerstagabend mindestens 5000 Zivilist:innen von den RSF getötet worden sein. In einem Krankenhaus, einer Hochschule und einem Schlafsaal wurden je mehrere hunderte Menschen erschossen. In al-Fashir sollen sich derzeit noch etwa 130.000 Kinder befinden, deren Eltern zum Teil exekutiert wurden. Eine Evakuierung war bei dem Rückzug der SAF nicht vorgesehen.
Außerdem werden Massenerschießungen aus Bara berichtet. Die Stadt im zentral gelegenen Kordofan hatte die RSF am Montag eingenommen. Dabei sollen besonders Zivilsit:innen im Fokus stehen, die den zwischenzeitlichen Rückzug der Miliz im Internet gefeiert hatten.
Analysten fürchten eine Ausweitung der genozidalen Gewalt, sowie auf geopolitischer Ebene eine erneute Spaltung des Sudans (externer Link). Die Kommunistische Partei des Sudan bezeichnet den Krieg in einer Stellungnahme als „Komplott, das darauf abzielt, den sudanesischen Staat zu schwächen und Bedingungen für Zersetzung und Spaltung zu schaffen.“
