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Kurdische Aktivistin in München festgenommen

Am Dienstag wurde in München die Kurdin Zübeyde Akmese wegen vermeintlicher PKK-Tätigkeit festgenommen. Polizeikräfte durchsuchten ihre Wohnung und führten die 71-Jährige einem Haftrichter am Oberlandesgericht vor. Dieser ordnete Untersuchungshaft in der JVA München Stadelheim an, in der aktuell auch die Antifaschistin Hanna einsitzt.

Individuelle Straftaten werden Akmese nicht vorgeworfen. Stattdessen soll sie als „Frontarbeiterin“ der PKK-München agiert und Verbindungen zwischen PKK-Mitgliedern und Kurd:innen in der Stadt gehalten haben. Ihr wird vorgeworfen, Demonstrationen und Kulturveranstaltungen organisiert zu haben sowie bei Rechtsanwaltsbesuchen für Geflüchtete zu übersetzen.

Die alevitische Kurdin war selbst aus der Türkei geflohen, wo sie Folter und Gewalt erlebt hatte. Nach Haftentlassung floh sie nach München, wo sie seither politisch aktiv.

Während der Haftrichtervorführung kam es vor dem Gebäude zu einem spontanen Protest von etwa 20 Personen.

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