Eine Veröffentlichung der israelischen Zeitung Haaretz wirft ein Schlaglicht auf einen neueren Sektor der Überwachungsindustrie: Die systematische Auswertung von Fahrzeugdaten, kurz CARINT. Darunter fallen zahlreiche Informationen, die von modernen Autos erfasst werden– von Standortdaten bis zum Reifendruck.
Bei mindestens einem Fahrzeugmodell konnte die Firma Toka das Innenraum-Mikrofon anzapfen und auf Kameras im Armaturenbrett sowie auf Außenkameras zugreifen. Das Unternehmen – mitgegründet vom früheren israelischen Premierminister – hat das Produkt allerdings laut eigener Aussage eingestellt.
Das Produkt „TA9“, der für Überwachung mittels Werbedaten bekannt gewordenen Firma Rayzone, soll eine „vollständige Geheimdienstabdeckung“ anbieten. Datenquellen seien neben der in modernen Autos integrierten SIM-Karte auch behördliche Kennzeichenscanner. Solche Schnittstellen zu Behördendaten bieten dem Neuen Deutschland zufolge auch im CARINT-Kontext weitere Firmen an.