Kansas: Führerscheine von trans Personen ungültig

Seit gestern sind die Führerscheine von trans Personen im US-Bundesstaat Kansas ungültig. Ein entsprechendes Gesetz ist am Mittwoch verabschiedet worden. Damit drohen trans Personen, die Auto fahren, bis zu sechs Monaten Haft. Auch eine Fahrt zur Führerscheinbehörde für eine Veränderung des Dokuments ist strafbar.

Der weitläufige Bundesstaat Kansas ist dünn besiedelt und Nahverkehrsmittel sind außerhalb von Kansas City so gut wie nicht existent. Gerade einmal 1 bis 3% der Bevölkerung nutzen öffentliche Busse, um zur Arbeit zu gelangen.

Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen beobachten zunehmende Angriffe gegen die LGBTQ+ Community: „Project 2025“, das inoffizielle Regierungsprogramm unter Trump, bilde hierfür die Grundlage. Sie warnen, dass die neuen Gesetze nicht mehr nur auf die Bestrafung und Kriminalisierung geschlechtsdiverser Menschen abzielten, sondern auch auf die „Auslöschung und Entmenschlichung von trans Leben in all seinen Formen“.