Kahlschlag bei DB Cargo

Die Güterverkehrssparte bei der Deutschen Bahn will in den nächsten vier Jahren über 6000 Stellen streichen. Dies hat der neue Chef der DB Cargo, Osburg, bekannt gegeben. Zudem sind weitere Einsparungen geplant. So soll die Anzahl der Rangierstandorte reduziert und 12 von 27 Instandhaltungswerken geschlossen werden.

Bürgerinitiativen zufolge sind die Maßnahmen ein klarer Schritt, die DB Cargo endgültig von der DB abzutrennen und zu zerschlagen. Ein Sprecher der Initiative Bürgerbahn spricht gegenüber der Jungen Welt von einem „Selbstmord mit Ansage“. Nach EU-Regeln muss die DB Cargo bis zum Jahresende Profite machen. Die DB als Mutterunternehmen darf die Verluste nicht mehr ausgleichen.

Seit Jahren wird über eine Zerschlagung der Bahn in Einzelunternehmen diskutiert. Gerade von neoliberaler Seite wird immer wieder „mehr Wettbewerb“ auf der Schiene gefordert. In anderen Ländern führte eine solche Politik bislang meist zu schlechterer Versorgung und höheren Kosten für Bahnkunden.