Laut Human Rights Watch (externer Link) handelt es sich bei den israelischen Angriffen auf die Geflüchtetenlager Jenin, Tulkarem und Nur Shams im Januar und Februar dieses Jahres um ethnische Säuberung. Bei der sog. Operation "Iron Wall" wurden rund 32 000 Palästinenser:innen vertrieben. Satellitenbilder zeigen die Zerstörung von Häusern und Straßen durch die israelische Armee.
Laut dem Bericht stellen die Vertreibungen ein Kriegsverbrechen dar. Seit der Vertreibung durften nur wenige Bewohner:innen zurückkehren. Andere berichten, dass israelische Soldaten auf sie schossen, als sie versuchten, zurückzukehren. Israels Vorwand für die Belagerung und Vertreibung der Bewohner:innen war die Präsenz von bewaffneten Gruppen in den Lagern.
Der Angriff startete wenige Tage, nachdem eine Waffenruhe in Gaza erklärt worden war. Es handelt sich laut mehreren Historiker:innen (externer Link) um die größte Vertreibung von Palästinenser:innen seit 1967.
