Nach den Angriffen der sogenannten syrischen Übergangsregierung auf die Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien gewinnt der IS in den neu übernommenen Regionen aktuell erneut an Stärke. Allein in den letzten Tagen führten IS-Kommandos zahlreiche Angriffe durch, die neuerdings formal unter der Kontrolle der Milizen der HTS-Regierung in Damaskus stehen, darunter in Raqqa und Tabqa.
Am Wochenende veröffentlichte die Organisation ein Statement ihres Sprechers, in dem zu einer neuen Phase im Kampf gegen die syrische Regierung aufgerufen wird. Bezüglich des Sturzes des Assad-Regimes erklärte der Sprecher, das Land sei jetzt nicht mehr unter iranischer, sondern unter amerikanisch-türkischer Besatzung.
Im Zuge der Angriffe der HTS auf die Selbstverwaltung war ein Erstarken des IS bereits befürchtet worden. Tausende IS-Gefangene waren aus Gefängnissen der SDF befreit worden. Teils ist ihr Verbleib ungeklärt, die USA hatten zudem tausende in den Irak verlegt.