Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat einen Bericht veröffentlicht (externer Link), wonach in den letzten Monaten an der Grenze von Saudi-Arabien und dem Jemen hunderte Flüchtende von Grenzsoldaten ermordet worden sind. Die Flüchtenden, die zumeist aus Äthiopien stammen, sollen in der bergigen Grenzregion mit schweren Waffen beschossen oder aus nächster Nähe erschossen worden sein, darunter auch Frauen und Kinder. Auf der Flucht durch das Bürgerkriegsland Jemen sind Flüchtende extrem gefährdet, die Überfahrt über den Golf von Aden, sowie Ausbeutung durch Schlepper gefährdeten die Menschen schon so.
Besonders brisant ist, dass auch die Bundespolizei an Ausbildungsmissionen für saudiarabische Grenzbeamte beteiligt ist. Seit 2009, mit einer kurzen Unterbrechung nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi, haben womöglich hunderte Bundespolizist:innen in der Diktatur Grenzer ausgebildet, gegen die jetzt diese schwerwiegenden Vorwürfe erhoben werden.
