Der in Szamocin geborene Ernst Toller hatte sich 1915 zum Ersten Weltkrieg gemeldet. Nachdem er wegen eines Zusammenbruchs nach Hause entlassen worden war, politisierte er sich. Im Zuge einer Festnahme wurde er 1918 erneut in die Armee eingezogen und blieb dort bis zur Novemberrevolution, in der er mitkämpfte.
Toller wurde Vorsitzender der USPD in München und bekleidete in der Räterepublik mehrere Ämter; unter anderem war er Vorsitzender des Revolutionären Zentralrats. Nach dessen Zerschlagung wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt. In dieser Zeit schrieb er mehrere Werke.
Nach seiner Entlassung blieb er politisch engagiert, veröffentlichte weiterhin und reiste u.a. nach Palästina und in die Sowjetunion. 1933 wurden seine Stücke vom NS-Regime verboten und verbrannt. Er arbeitete aus dem Exil gegen die Nazis und organisierte ein internationales Hilfsprojekt im Spanischen Bürgerkrieg, das mit Francos Sieg im März 1939 endete. Am 21. Mai 1939 beging Ernst Toller Suizid.
