Heute vor 13 Jahren wurden die kurdischen Aktivistinnen Sakine Cansiz, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez im kurdischen Zentrum in Paris von einem Auftragsmörder des türkischen Geheimdiensts MIT ermordet.
Sakine Cansiz, auch Sara genannt, wurde 1958 in Dersim geboren und gehörte im Alter von 20 Jahren zu den Gründungsmitgliedern der PKK. Kurz nach der Parteigründung wurde sie bei einer Razzia festgenommen und für 12 Jahre im Foltergefägnis in Diyarbakir inhaftiert. Über die Zeit in Haft berichteten viele Mitgefangene von ihrer Standhaftigkeit gegenüber der Folter.
Nach der Haftentlassung entwickelte sie die kurdische Frauenbewegung in zentraler Rolle weiter. Im Jahr 1998 ging sie nach Paris, um sich dort an Aufbauarbeiten zu beteiligen.
Am 10. Januar ruft der kurdische Verband KCDK-E zu einem Gedenkmarsch in Paris auf. Der Verband kritisiert, dass die französischen Behörden die Morde nie vollends aufgeklärt haben und Informationen unter Verschluss halten.
