Deutschlands größte Suchtklinik für Kinder und Jugendliche, die Dietrich Bonhoeffer Klinik in Großenkneten, muss zum 30. Juni ihren Betrieb einstellen. Grund dafür ist eine massive Finanzierungslücke.
Bereits in den letzten beiden Jahren hätten jeweils 1 bis 1,5 Mio. € gefehlt. Nun sei auch aufgrund einer Reform des Finanzierungssytems von Rehakliniken eine Kostendeckung der Grundversorgung nicht mehr möglich.
Mit der endgültigen Schließung fallen jetzt 60 der 85 bundesweiten stationären Reha-Plätze weg. Dem Träger der Klinik zufolge gibt es in Deutschland etwa 200.000 substanzbezogene suchtbetroffene Kinder und Jugendliche, denen jetzt 25 Betten bleiben.
Die Trägergruppe spricht von einem strukturellen Systemversagen, „das die schwächsten unserer Gesellschaft, suchterkrankte Kinder und Jugendliche, unversorgt lässt“. Die rehabilitative Versorgung suchterkrankter Kinder und Jugendlicher werde aktuell de facto abgeschafft.