Am Donnerstag kam es in Argentinien erneut zu Protesten gegen die Arbeitsreform von Präsident Milei. Am Donnerstagabend stimmte dann das Abgeordnetenhaus ebenfalls für die Reform, welche u.a. die Regelarbeitszeit von acht auf zwölf Stunden ausweitet, das Streikrecht einschränkt und Entschädigungszahlungen bei Kündigungen verringert.
Der Gewerkschaftsverband CGT sprach von „90 Prozent Stillstand“. Während eines 24-stündigen Generalstreiks kam der öffentliche Nahverkehr zum Erliegen, Flüge wurden gestrichen und Straßen blockiert. Die Protestierenden riefen Sprechchöre wie „Keine Sklaverei am Arbeitsplatz!“. Bereits ab Mittwoch beteiligten sich Hafenarbeiter:innen mit einem 48-stündigen Streik, womit der Export von Agrargütern gestoppt wurde.
Die Polizei griff erneut Protestierende mit Gummigeschossen, Tränengas und Wasserwerfern an und nahm Menschen fest. Bereits letztes Jahr schlug die Polizei wochenlange Proteste von Rentner:innen brutal nieder.