Gedenken und Angriffe wegen getötetem Faschist in Lyon

Am Samstag nahmen 3.000 Personen an einem Gedenkmarsch für den Faschisten Quentin D. teil. Infolge einer Auseinandersetzung mit Antifaschist:innen war dieser am 14. Februar verstorben. Zuvor hatten die rechtsidentitären „Némésis“ versucht, am Rand einer linken Kundgebung in Lyon zu provozieren.

Mehreren Recherchen zufolge war D. Teil einer im Hintergrund wartenden Schlägergruppe. Contre Attaque berichtet zudem, dass rechte Medienschaffende noch am Abend ihre mittlerweile weitläufig übernommene Darstellung des Falls gefeiert haben, während Deranque bereits im Koma lag. Demnach sei die Aggression von Antifaschist:innen ausgegangen und Deranque ein harmloser Patriot.

Landesweit kommt es seither zu zahlreichen Angriffen auf Antifaschist:innen. Das Rassemblement National kündigte einen Gesetzentwurf an, nach dem „Antifa“ als terroristisch eingestuft werden soll.

Für den Montag ist auch in Dresden eine rechte Gedenkveranstaltung angekündigt.