Anfang des Monats ist ein Mitarbeiter der Uni Freiburg auf Bewährung verurteilt worden. 2024 war herausgekommen, dass er seit 2009 über 800 Frauen heimlich gefilmt hatte.
Der Mann vermietete eine Wohnung an Studentinnen und teilte sich eine Wohnung für Dienstreisen mit Kolleginnen. Dort und in öffentlichen Sanitärräumen der Uni und Beratungsstellen brachte er Kameras an und filmte heimlich Frauen.
Die Frauen kritisieren unter anderem, dass die Universität die Täterschaft nicht transparent gemacht habe und sie teilweise erst über Gerüchte von ihrer eigenen Betroffenheit erfahren haben.
Dem Mann wurde fristlos gekündigt. Um ein Zurückkehren durch Einklagen zu verhindern, gab es einen rechtlichen Vergleich, in dem die Uni dem Täter 20.000 Euro zahlte. Die Betroffenen wendeten sich an externe Hilfestellen, um Unterstützung zu bekommen. Schon 2014 hatte eine Studentin eine Kamera in einer Unitoilette gefunden und zeigte dies bei der Polizei an.