Erweiterter Femizid in Strullendorf

Vergangenen Freitag wurden in einem Wohnhaus im Landkreis Bamberg die Leichen einer vierköpfigen Familie entdeckt. Nach ersten Erkenntnissen soll der 52-jährige Mann zuerst die 49-jährige Mutter und ihre gemeinsamen 14- und 6-jährigen Kinder erschossen haben. Anschließend soll er sich Berichten zufolge selbst das Leben genommen haben.

Nachbar:innen meldeten einen auffälligen Geruch bei der Vermietung, welche sich später an die Polizei wendete. Am Dienstag sollen die Leichen obduziert werden. Der Mann war in Besitz von mehreren Schusswaffen, die er legal besessen hat. Laut der Polizei war der Mann Jäger und Sportschütze. Genauere Hintergründe der Tat sind bisher unklar.

Erweiterte Femizide bezeichnen die Tötung von Frauen von ihnen nahestehenden Männern. Zusätzlich ermorden die Männer weitere Personen: oft die gemeinsamen Kinder oder neue Partner, bevor sie häufig selbst Suizid begehen. Zentrale Motive sind dabei oft die Kontrolle sowie patriarchale Besitzansprüche.