Vor wenigen Tagen ermordete Israel durch einen Luftschlag den Ministerpräsidenten Ahmed al-Rahawi sowie mehrere Mitglieder des „Obersten politischen Rats“, des obersten Regierungsgremiums des von den Huthi kontrollierten Jemens. Am Sonntagabend wurden elf UN-Mitarbeiter:innen von den Huthis festgenommen.
Die Ansar Allah (Eigenbezeichnung) feuerten wiederholt Raketen auf Israel ab, mit erklärtem Ziel, den Genozid in Gaza zu beenden. Außerdem griffen sie mehrfach Handelsschiffe im Roten Meer an, durch welches 12 % des Welthandels läuft. Seit zwei Jahren ist dort die US-geführte Operation „Prosperity Guardian“ (Wächter des Wohlstands) im Einsatz.
Der Jemen befindet sich seit elf Jahren im Krieg und in einer tiefen humanitären Krise. Laut UN-Schätzungen starben (externer Link) seit 2015 über 377.000 Personen, 80 % der 30 Mio. Einwohner:innen sind abhängig von humanitärer Hilfe. Länder wie Deutschland liefern dennoch weiter Waffen an Saudi-Arabien, einen der Hauptakteure.
