Deutsche Journalistin in Syrien mutmasslich verschleppt

Wie am Wochenende bekannt wurde, ist seit den Angriffen auf die demokratische Selbstverwaltung Nordostsyriens (DAANES) im Januar durch Truppen der sogenannten syrischen Übergangsregierung die deutsche Journalistin Eva Maria Michelmann verschwunden.

Laut einer Mitteilung sei die Journalistin, die für die linke türkischsprachige Nachrichtenagentur Etha Haber arbeitete, zuletzt am 18. Januar gesehen worden. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie mit ihrem Kollegen Ahmed Poland von Milizen der HTS-Regierung in Raqqa in ein Auto gezwungen. Zuvor waren sie mit anderen Zivilist:innen in einem Haus der Selbstverwaltung in der Großstadt Raqqa belagert worden.

Zunächst war angenommen worden, sie seien mit den anderen Personen aus dem Haus evakuiert worden. Seitdem ist nichts über ihren Zustand oder Aufenthaltsort bekannt. Im Zug der schweren Kämpfe waren hunderte Zivilist:innen sowie Mitarbeiter der Selbstverwaltung von der HTS verschleppt oder getötet worden.