In einem Jugendclub in Berlin-Neukölln soll eine Gruppe von jugendlichen Männern über mehrere Monate sexueller Gewalt ausgeübt haben. Unter anderem sollen sie ein 16-jähriges Mädchen vergewaltigt haben. Die Sozialarbeiter:innen sollen darüber Bescheid gewusst haben, aber weder sie noch das zuständige Jugendamt sollen daraus Konsequenzen gezogen haben.
Nachdem sich ein benachbartes Mädchentreff eingeschaltet hatte, war der Fall öffentlich bekannt geworden. Während sich der Bezirk Neukölln, Lokalpolitiker:innen und das Jugendamt Verantwortung zuschieben, inszenieren sich Polizei und CDU als Problemlöser.
Eine anonyme Person aus dem Umfeld der Freien Jugendhilfe-Träger äußerte gegenüber der taz, dass es ein Schock sei und gleichzeitig keine Seltenheit, dass es in Jugendclubs zu solcher Gewalt kommt. Berliner Sozialarbeiter:innen warnen davor, dass die drastischen Kürzungen des Berliner Haushalts im sozialen Bereich die Problematik zusätzlich verstärken.