Angststörungen unter Jugendlichen nehmen zu

Angststörungen unter Jugendlichen nehmen zu

Die Zahl der Angststörungen unter Jugendlichen hat seit der Coronapandemie massiv zugenommen. Dies geht aus einer Analyse der Versicherung DAK Bayern von Daten aus dem Jahr 2024 hervor.

Besonders oft betroffen sind laut der repräsentativen Erhebung Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren. In Bayern waren 64 von 1000 im Verlauf des Jahres ambulant oder stationär wegen Angststörungen in Behandlung. Ein Anstieg von etwa 45 % gegenüber 2019. Geradezu explodiert ist die Zahl der sozialen Phobien. Dabei verzeichnet die DAK einen Anstieg von knapp 200 %. Laut den Daten sind über 2 % (also mehr als jede fünfzigste minderjährige Person) von einer Angststörung betroffen.

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt:innen, Michael Hubmann, erklärte zu dem Anstieg: „Die Krisen reißen nicht ab – Pandemie, Klimawandel, Kriege, gesellschaftlicher Druck, Zukunftsängste. Das alles bleibt im Alltag junger Menschen präsent.“