Nach den Newroz-Feierlichkeiten zum Frühlingsbeginn ist es in mehreren Städten in Nordsyrien am Samstag zu Übergriffen auf Kurd:innen gekommen. Diese konzentrierten sich vor allem auf Afrin und Aleppo. Dorthin waren in den letzten Wochen Hunderte vertriebene Familien zurückgekehrt.
Videos und Berichten zufolge wurden Kurd:innen attackiert, Fahrzeuge zerstört und kurdische Symbole verbrannt. Auf der Strecke zwischen Afrin und Aleppo sollen Kurd:innen aus ihren Autos gezerrt und teilweise misshandelt worden sein.
Im kurdischen Stadtteil Şêxmeqsûd in Aleppo sollen Sicherheitskräfte der selbsternannten syrischen Regierung Kontrollpunkte geöffnet haben, um den Tätern die Angriffe zu erleichtern.
Auslöser der rassistischen Übergriffe soll das Abhängen einer syrischen Fahne in Kobanê bei einem Newrozfest gewesen sein. In Hesekê und Qamişlo protestierten Vertriebene aus Afrin, gegen die Übergriffe und forderten ein Ende der spalterischen Gewalt.
